Geschichte | Marienbad
Die verhältnismäßig junge Kurstadt entstand am Anfang des 19. Jahrhunderts in einem Tal, wo viele ausgezeichnete Heilquellen entspringen, die den Leuten aus der Umgebung jedoch schon seit dem 13. Jahrhundert bekannt waren. Im Jahre 1528 wurden die Quellen auf Befehl von dem König Ferdinand I. wegen des Salzgehaltes erforscht. Auf Beschluss des Ordinarius vom Kloster Tepl K. K. Reitenberger entstand im Jahre1812 ein selbststädiges Dorf Marienbad. 6 Jahre später wurde Mariendbad zu einer Kurstadt erklärt.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts bedeutete für die Kurstadt Marienbad einen riesigen Bauaufschwung. Der Gartenarchitekt Václav Skalník, Architekt Georg Fischer und Baumeister Anton Turner haben aus einem ungastlichen sumpfigen Tal zwischen den Jahren 1817 und 1823 eine malerische Parkstadt mit klassizistischen und Empirehäusern, Altanen, Pavillons und Wandelhallen geschafft.
Der Kaiser Franz I. hat im Jahre 1865 Marienbad zu einer Stadt erklärt. Ein Jahr später bekam die Stadt vom Kaiser das Stadtzeichen.
An das goldene Zeitalter von Marienbad zwischen den Jahren 1870 – 1914 erinnern uns bis heute zahlreiche Kurhäuser, Hotels, Wandelhallen und Kirchen. Es wurden Parks erweitert und neue romantische Ausichtspunkte gebildet. Im Jahre 1872 wurde die Stadt durch die Eisenbahn mit Eger, Wien und Prag über Pilsen und im Jahre 1898 mit Karlsbad verbunden, was für die Kurstadt einen weiteren Aufschwung bedeutete. Im Jahre 1927 wurde die Verbindung mit der Welt durch die Errichtung von einem Flugplatz in der nahen Ortschaft Skláře erweitert.

